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BMW i3 (120Ah).

Kategorie: E-Autos
BMW i3 (120Ah)
Listenpreis:
ab 38.000€
Akku:
38 kWh
Leistung:
170 PS/ 125 kW
BMW i3 (120Ah)
Erfahrungsbericht von
MrBMWi3
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04.07.2020

Anschaffung

Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, meinen bisherigen Verbrenner zu verkaufen und hatte Bock auf E-Mobilität. Einfach mal was Neues ausprobieren und eigene Erfahrungen mit einem E-Auto sammeln. Das Timing war daher optimal, als mein Arbeitgeber das einjährige BMWi3-Leasing-Angebot ankündigte. Und auch das Leasing selbst war in puncto geringes Risiko genau das richtige für einen Einstieg in die E-Mobilität. Auch wenn ich mich anfangs mit der Reichweite beschäftigte, machte ich mir keine Sorgen um das Thema Ladeinfrastruktur. Für meine Pendelstrecke zur Arbeit von 100 km hin und zurück war der BMWi3 vollkommen ausreichend. Nach einer kurzen Probefahrt war die Entscheidung gefallen.

Das eine Jahr ging so schnell vorbei, dass ich das Auto wieder abgeben musste und erst mal eine Verbrenner-Zwischenlösung gefunden habe. Ich warte aktuell aber auf neue, attraktive Leasingangebote von meinem Arbeitgeber.

Ausstattung & Fahreigenschaften

4 von 5

Als ich das erste mal eingestiegen bin, ist mir sofort die wertige Ausstattung aufgefallen. Alles wirkt so, wie es sein sollte - auch wenn es IT-mäßig natürlich kein Vergleich zu einem Tesla ist. Typisch BMW eben! Was direkt auffällt: Im Gegensatz zu "normalen" Autos, in die man einen Elektromotor reingeklatscht hat, ist der i3 als reines E-Fahrzeug konzipiert worden. Darum hat man insgesamt mehr Platz im Innenraum, als in einem Verbrenner mit gleicher Größe. Das einzige Manko für mich sind die Türen: Während sich die Vordertüren ganz normal öffnen, gehen die hinteren Türen nach hinten auf. Das nennt man scherzhaft auch Selbstmödertüren. Ganz so lustig ist der Alltag damit aber nicht, z.B. wenn man in engen Parklücken aussteigen möchte. Zudem müssen die Vordertüren geöffnet sein, um die Fondtüren zu öffnen. Was hat sich BMW bloß dabei gedacht?

Allgemein lässt sich sagen, dass das Fahrzeug absolut Familientauglich ist. Für meine zwei Kinder, meine Frau und mich, sowie für große Taschen und ganze Wocheneinkäufe ist mehr als genug Platz.

Meine bisherigen Autos waren nicht ansatzweise vollausgestattet, weswegen ich die fehlende Sitzheitzung, den nicht-vorhandenen Abstandshalter und einige andere Spielereien moderner Autos nicht wirklich vermisste. Was mir jedoch sehr gut gefällt ist die zugehörige App von BMW. In der App kann ich das Auto z.B. ent- und verriegeln und Heizung bzw. Klimanlage fernsteuern. Das ist insbesondere im Hochsommer ein tolles Feature, wenn das Fahrzeug noch an der Ladesäule hängt (die Klimananlage frisst ziemlich viel Strom).

Der i3 macht einfach Spaß. Wirklich. Wenn ich beim Marketing für BMW arbeiten würde, wäre das mein Hauptargument für die Werbung. Das extreme Beschleunigen und das absolute Gokart-Feeling sind einfach super geil! Meine Kinder sprechen heute noch davon. Er ist einfach mit keinem meiner vorherigen Fahrzeuge vergleichbar. Auch wenn ich sie optisch nicht so schön finde: Die doch sehr schmalen Reifen des i3 haben sich als durchaus nützlich erwiesen, da man mit Ihnen, auch beim zügigen Fahren, nicht diesen Aufschwimm-Faktor hat.

Da ich nicht so der Raser-Typ bin, war das Renn-Feeling nicht so wichtig für mich - auch wenn es Spaß gemacht hat!

Reichweite & Laden

4 von 5

Der BMW i3 wird mit 350 Kilometern Reichweite verkauft - das ist aber fast nicht zu schaffen. Bei angemessener Fahrweise, mit einem kleinen "Papa, kannst du noch mal Gas geben?" am Morgen von den Kids, sind 200 km Autobahn gut machbar. Auch eine 100 km lange Pendelstrecke ist mit dem Fahrzeug sehr gut machbar. Bei der einfachen Strecke habe ich rund 15 kW auf 100 km verbraucht. Innerhalb eines Jahres bin ich mit dem i3 insgesamt 20.000 Kilometer gefahren und habe sensationelle 50 Euro für's tanken bezahlt. Geladen habe ich meist an den öffentlichen Ladesäulen der Rheinenergie (die waren bis vor kurzem komplett kostenfrei), seltener unterwegs und manchmal auch beim Arbeitgeber. Zuhause habe ich vielleicht 10 mal über die Steckdose nachgeladen. Eine Wallbox kam für mich erstmal nicht in Frage, da ich nicht wusste, wie es nach dem Leasingjahr weitergeht. Ich habe aber mal bei einem Elektriker angefragt, der mir dann aber sagte, dass es bei meiner Wohnsituation doch etwas komplizierter sei. Deswegen ist das Thema erstmal für mich durch. An öffentlichen Punkten, z.B. in der Stadt, am Zoo oder in Parkhäusern sind die Ladesäulen oftmals umsonst und man zahlt keine Parkgebühren während man lädt. Diese Parkplätze sind meist extra Breit und befinden sich, z.B. in Parkhäusern, meist direkt am Eingang. Das ist wirklich top!

Preis / Leistung

4 von 5

Die Zeit mit dem BMW i3 hat sich für mich mega gelohnt, da es unschlagbar günstig war. So wenig Geld habe ich noch nie für 20.000 km bezahlt. Betrachtet man den Listenpreis von rund 40.000 € für den i3 finde ich den Preis aber überzogen. Das wäre ich nicht bereit gewesen zu zahlen. Nach Leasingende habe ich mir einen Diesel als Überbrückung bis zum nächsten Leasing-Angebot gekauft. Leasing finde ich gerade bei E-Autos interessant. Ein E-Auto kaufen würde ich derzeit noch nicht, da ich nicht weiß, wie sich der Akku auf eine längere Zeit verhält und wie es mit dem Wiederverkaufswert aussieht. Aktuell habe ich den e2008 im Blick, den finde ich sehr interessant - der ist aber noch nicht bestellbar. Wenn die Preise für E-Autos um 10-20% sinken würden, wäre ich evenuell auch eher bereit ein E-Auto zu kaufen.

Gesamtbewertung

5 von 5

Das Angebot würde ich jederzeit sofort wieder annehmen. Mit einer All-In-Leasingrate von rund 320 € war der BMWi3 sehr sehr günstig. Als ich nach einem Jahr die Verlängerung angefragt hatte, lag die "normale" Leasingrate bei rund 850 €! Das war mir dann aber doch zu teuer.

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