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Nissan Leaf Z.E.1 (40 kWh).

Kategorie: E-Autos
Nissan Leaf Z.E.1 (40 kWh)
Erfahrungsbericht von
jacko11
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06.11.2020

Anschaffung

Ich habe mir den Nissan Leaf von einem Freund ausgeliehen, um am Wochenende damit meine Eltern zu besuchen - eine Strecke von rund 460 km. Da ich gerne einmal E-Auto fahren wollte, dachte ich mir, das wäre der richtige Moment, um es einfach einmal auszuprobieren.

Kosten

3 von 5

Eine Neuanschaffung kostet nach meiner Recherche rund 30.000€. Wäre mir ehrlich gesagt zu viel Geld für ein Fahrzeug, das absolut nicht für Langstrecken geeignet ist. Den Unterhalt des Fahrzeugs kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht besitze und nur ausgeliehen habe. Für das Laden habe ich den Standardtarif der EnBW App genutzt, der keine Grundgebühr kostet, dafür etwas mehr für jede geladene kWh: an AC-Ladepunkten kostet eine kWh rund 38 Cent, lädt man DC zahlt man ca. 47 Cent. Insgesamt habe ich für die Fahrt von 460 km ca. 20€ ausgegeben. Das finde ich eigentlich ganz gut.

Reichweite & Laden

1 von 5

Der Nissan hat rund 270 km Reichweite, bei herbstlichen Temperaturen waren es als ich damit losfuhr aber eher 230 km und das entsprach einem Akkustand von ca. 97%. Mir war klar, dass ich also einen langen (mind. 1 Stunde) und einmal einen kürzeren Ladestopp (ca. 40 min) einlegen muss. Geladen habe ich z.B. an einem Schnellladepark bei Bad Rappenau. Ganz einfach war es nicht: Mehrfach habe ich versucht, über die App den Ladepunkt freizuschalten, ohne Erfolg. Erst als ich den QR-Code an der Ladesäule mit der App gescannt habe, hats geklappt. Muss man als Anfänger erst herausfinden.

Das Auto hat einen Chademo Stecker und kann mit maximal 50 kW laden. Einen Stecker zu finden ist nicht das Problem, aber es nervt, wenn man sieht, wie andere E-Auto-Fahrer mit 100 kW oder mehr laden, weil sie einen anderen Stecker haben und bessere Ladesäulen nutzen können.

Was ich aber echt kacke finde: Scheinbar scheint der Akku schlecht oder gar nicht gekühlt zu werden. Das führt dazu, dass nach ein paar hundert km Fahrt der Akku sehr warm ist und wenn man diesen dann lädt, viel weniger als 50 KW ins Auto gehen - unter Umständen sind das dann gerade mal noch 20 kW. Und dann dauert es schon mal 2 Stunden bis so ein Akku auch bei DC-Laden wieder voll ist.

Aus­stattung & Fahr­gefühl

2 von 5

Im Vergleich zu anderen Autos hatte ich den Eindruck, dass der Nissan etwas veraltet war. Die Bedienung im Menü war nicht mein Fall, zu verschachtelt.

Ich glaube, wer keinen Schnickschnack braucht, hauptsächlich kurze Pendelstrecken fährt, die dem Auto auch immer wieder Ruhezeiten geben, um abzukühlen, kann mit diesem Auto glücklich werden. Mein Fall war es nicht.

Gesamt­bewertung

2 von 5

Wichtig zu wissen: Wer eine lange Strecke fährt, kann unter Umständen auch mal 2 Stunden an einer DC-Säule stehen, da das Auto die Ladeleistung enorm drosselt, damit der Akku nicht zu heiß wird.

Aus meiner Sicht stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht so richtig. 30.000 Euro für eine maue Ausstattung und ein unter Umständen miserables Lade-Erlebnis ist einfach zu viel.

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