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Lime E-Scooter Sharingdienst in Köln.

Kategorie: Service
Lime  E-Scooter Sharingdienst in Köln
Kosten:
1 € Freischaltung + 0,23 €/min
Voraussetzungen:
Smartphone & Registrierung in der App
Verfügbarkeit:
Berlin, Bochum, Bonn, Köln, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Mainz, München, Stuttgart, Wiesbaden
Lime  E-Scooter Sharingdienst in Köln
Erfahrungsbericht von
jessmin_11
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07.08.2020
Übersicht

Bewertung

4 von 5

App (iOS) (5/5)

Um mit einem Lime-Scooter durch Köln cruisen zu können, musste ich mich zunächst registrieren: Entweder über mein Facebook-Konto oder meine Handynummer. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und erhielt nach Angabe meiner Handynummer einen Verifizierungscode per SMS, den ich wiederum in der Lime-App eingab. Es folgten die üblichen Freigabe-Fragen nach Standort und Push-Benachrichtigungen, die ich bestätigte. Registrierung abgeschlossen – kurz und knackig, so wie es sein sollte, wenn man mitten in der Stadt steht und nicht ewig Zeit hat, darauf zu warten, dass die App funktioniert.

Insgesamt habe ich nun mehrere Fahrten durchgeführt und bin mit der Bedienbarkeit der App sehr zufrieden. Da die App meinen Standort verwendet, sehe ich immer, wie viele E-Scooter in meiner Nähe vorhanden sind und wie lange ich für den Weg dorthin benötige. Es wird ebenfalls angezeigt, in welchen Gebieten der Stadt der E-Scooter genutzt werden kann und wo nicht (Geschäftsgebiet). Wenn man einen Scooter auswählt, wird einem der aktuelle Akkustand sowie der Preis angezeigt. Das Scannen des QR-Codes am E-Scooter funktioniert auch problemlos, selbst im Dunkeln – denn die App hat eine Taschenlampen-Funktion integriert, die man bei Belieben anstellen kann. Sollte es Probleme geben, kann ich dies ebenfalls über die App melden (habe es bisher aber noch nicht genutzt oder ausprobiert). Es gibt außerdem eine sehr prominente Option, über die man eine Gruppenfahrt starten kann. Auch hier kann ich leider keine Erfahrungen teilen, da ich meist nur alleine unterwegs bin. Im Menü sehe ich außerdem eine Übersicht über meine vergangen Fahrten und kann beim „Fahrtenverlauf“ noch weitere Details dazu einsehen – zum Beispiel, was mich eine Fahrt von A nach B gekostet hat. Aus meiner Sicht sind also alle Features vorhanden, die ich benötige, um ab und zu meine Strecken in Köln zurücklegen zu können.

Die App wird stetig weiterentwickelt: So gibt es jetzt beispielsweise das Feature, dass man mit jeder Fahrt Punkte sammelt. Der Punktestand wird mir bereits angezeigt – was ich damit tun kann, wird noch nicht verraten, soll wohl aber demnächst erklärt werden. Mag ich und finde ich spitze!

Verfügbarkeit (5/5)

Da ich nicht im Zentrum von Köln wohne, bin ich happy, dass das Geschäftsgebiet von Lime relativ groß ist und mein Viertel abgedeckt ist. So passiert es häufig, dass ein Lime Scooter in direkter Umgebung zu meiner Wohnung steht. Andere Anbieter, wie Tier, sind da weniger gut aufgestellt: So ist es mir auch schon einmal passiert ist, dass der Scooter auf dem Nachhauseweg immer langsamer wurde und letztendliche gar nicht mehr fuhr. Also habe ich ihn zurück bis ins Geschäftsgebiet geschoben und mir einen anderen Scooter (vermutlich von Lime) geschnappt, um den restlichen Weg nach Hause zu flitzen.

In der Regel habe ich bisher immer einen E-Scooter von Lime im Umkreis von 5-10 min Fußweg gefunden. Für meine Zwecke also vollkommen in Ordnung.

Ablauf einer Miete (4/5)

In der App kann ich einen E-Scooter für 30 min reservieren. Kostet aber: Pro Minute zahle ich dafür 0,23 €. Bei einer halben Stunde sind das stolze 6,90 € - viel zu viel aus meiner Sicht, vor allem wenn man als Car-Sharing-Nutzer gewohnt ist, dass eine Reservierung des Fahrzeugs für rund 15 min kostenfrei angeboten wird. Ich habe eine Reservierung deshalb noch nie genutzt und kann nicht beurteilen, wie gut das tatsächlich klappt.

Auch ohne Reservierung bin ich an meinem Wunsch-E-Scooter angekommen (man kann den E-Scooter über die App übrigens auch klingeln lassen), öffne dort die App und scanne den QR-Code, der sich am Lenker des E-Scooters befindet. Das klappt enorm gut und der QR-Code wird blitzschnell erfasst (sofern ihn irgendjemand nicht mit einem Edding zugemalt hat). Das Entsperren kostet 1€, für jede gefahrene Minute 23 Cent. Es erklingt eine kurz Melodie aus dem E-Scooter, die signalisiert: Los geht’s.

Sobald ich an meinem Zielort angekommen bin, öffne ich die App und beende mit nur einem Klick die Miete. Ich werde aufgefordert, ein Foto vom Abstell-Ort zu machen und kann die Fahrt bewerten oder mit anderen teilen. Wieder ertönt aus dem Scooter ein kleiner Jingle, der mir signalisiert: Miete erfolgreich beendet. Aus meiner Sicht ist der Ablauf einer Miete kinderleicht und funktioniert zuverlässig. Scooter und App harmonieren wunderbar miteinander, alles klappt in Echtzeit und gibt mir keinen Anlass für eine negative Bewertung. Punktabzug gibt es lediglich für die überteuerte Reservierung.

Fahrgefühl & Sicherheit (4/5)

Am E-Scooter sind sämtliche Sicherheitshinweise angebracht – sowohl, dass die Bremse heiß sein kann und man besser nicht barfuß damit herum fährt, als auch, dass ein Helm empfohlen wird (shame on me). Auch wenn der Scooter schon die ein oder andere Schramme hat, wirkt er sehr stabil – nicht zuletzt auch durch sein Gewicht (ich schätze das sind ca. 15 Kilo). Um loszudüsen, muss man dem E-Scooter erst einmal einen kleinen Schwung geben. Tut man das nicht, kommt man aus dem Stand auch beim Herunterdrücken des „Gaspedals“ nicht vom Fleck – was ich sehr gut finde. Das Fahrgefühl ist bei einem flachen Untergrund sehr angenehm, fährt man bspw. übers Kopfsteinpflaster wird man für mein Gefühl ordentlich durchgeschüttelt – evtl. kann einem sogar etwas schwindelig werden, würde ich daher nicht empfehlen. Beim Fahren habe ich übrigens immer beide Hände am Lenker, da ich mich sonst zu unsicher fühle und der Scooter zu sehr zu wackeln beginnt. Ich habe aber auch schon andere Menschen beobachtet, die das mühelos hinkriegen. Der Scooter fährt mit einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h und kleine Bordsteine lassen sich mit dem E-Scooter gut meistern.

Preis-Leistungs-Verhältnis (4/5)

Um das Preis-Leistung-Verhältnis beurteilen zu können, möchte ich die Vorteile festhalten, die der E-Scooter für mich hat: Ich bin an der frischen Luft und nicht in einer stickigen Bahn, ich fahre damit bis vor die Haustür (insbesondere nachts ist der dunkle Heimweg von Bahn zur Wohnungstür damit schnell überbrückt) und muss keinen Parkplatz suchen. Im Schnitt liegen meine Fahrstrecken zwischen 1 – 2,5 km, meist aus dem Stadtzentrum nach Hause. Dafür bezahle ich rund 2,50 € pro Strecke. Im Vergleich zu einem Bahnticket, das in Köln bei 2,80 € liegt plus einen 10-minütigen Heimweg zu Fuß, finde ich den Preis in Ordnung (günstiger wäre natürlich immer besser). Für mich muss Mobilität praktisch und einfach sein und da verfügbar, wo ich sie gerade brauche. Was aber auch klar ist: Mit Einkaufstüten bepackt ist der E-Scooter nicht das Fahrzeug meiner Wahl.

Fazit (4/5)

Viele Menschen ärgern sich über die E-Scooter – vor allem, dass sie nicht ordnungsgemäß abgestellt werden. Hinzu kommt, dass die Nachhaltigkeit bei E-Scootern stark leidet, da sie jede Nacht eingesammelt, aufgeladen und am nächsten Morgen wieder an ihren Bestimmungsort zurückgestellt werden. Hier würde ich mir eine andere Lösung wünschen, die es vielleicht erlaubt, den Scooter an bestimmten Stellen in der Stadt direkt aufzuladen. Insgesamt bin ich aber durchaus ein Fan der E-Scooter, die für mich auf machen Strecken eine echte Alternative zur Bahn sind oder eben „die letzte Meile“ ermöglichen. Lime hat es mir vor allem durch das einfache Handling und das weitreichendere Geschäftsgebiet angetan. Von meiner Seite daher: Daumen hoch!

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